art-KARLSRUHE - Nàrkissos & Schnäppchenjäger

Die Kunstmesse art KARLSRUHE findet vom 8. bis 11. März 2012 bereits zum neunten Mal statt. Mit mehr als 2.000 renommierten Galerien aus 12 Ländern präsentiert sie Malerei, Skulpturen, Objekte, Grafik und Fotografie der Klassischen Moderne und Gegenwart. Das ZKM | Zentrum für Kunst und Medientechnologie ist auch in diesem Jahr mit einem Stand in Halle 1 der Messe vertreten. Die BesucherInnen erhalten dort anhand ausgewählter Werke Einblick in die aktuellen Ausstellungen des ZKM sowie die Möglichkeit, einige der am ZKM produzierten Apps kennenzulernen. Darüber hinaus werden zwei Werke der mit dem ZKM assoziierten Hochschule für Gestaltung Karlsruhe (HfG) gezeigt.
Die beiden interaktiven Kunstwerke "Nàrkissos" & "Schnäppchenjäger" des Instituts für Postdigitale Narrativität und des Gamelab Karlsruhe wurden im Wintersemester 2011/12 direkt für die art KARLSRUHE 2012 entwickelt.
 
Nàrkissos (2011/12)
Die erstmals in der Öffentlichkeit präsentierte Arbeit Nàrkissos des Arbeitskreises Kinetic Space am Institut für Postdigitale Narrativität der HfG legt gleich mehrere philosophische Themen frei. Mithilfe einer Echtzeit-Raumkamera wird die Umgebung in einem Spiegel projiziert, in den die BesucherInnen blicken. Ein Facetracking-System erkennt die Personen, macht ihre Gesichter jedoch gleichzeitig unkenntlich. Das Kunstwerk spielt mit dem antiken Mythos von Narziss, der sich in sein eigenes Spiegelbild verliebte – da er es nicht als solches erkannte – und hinterfragt damit einen zunehmenden Individualismus sowie die Konstruktion Realität im Allgemeinen. Die Installation möchte einen reflektierten Blick auf den Rezipienten selbst wagen.
 
Konzept & Realisierung:
Elke Müller
Greta Luise Hoffmann
Hannes Gerlach
Hoàng Anh Lê
Marco Zampella
Thomas Schenker
 
Schnäppchenjäger (2012)
Mit der Game-Hommage Schnäppchenjäger von Jan Cordes und Jens M. Stober können die SpielerInnen in den Hallen der art KARLSRUHE Kunstwerke kaufen. Im First-Person-Shopper Game muss man in einer Halle der ART Karlsruhe, ausgestattet mit bündelweisem Bargeld, Kunst kaufen. Nicht die ausgebbare Summe an Geld, sondern die Zeit bestimmt das Spiel. Diese ist begrenzt. Innerhalb, der vorgegebenen Zeit müssen möglichst viele Kunstwerke gekauft werden, indem man Geldbündel auf sie wirft, um dadurch den Highscore zu generieren. Jedes Kunstwerk hat seinen spezifischen Preis – je höher desto mehr Punkte. Eine weitere Möglichkeit des Spielers ist, die Werke mit einem dicken Filzstift zu signieren. Diese Modifikation des Kunstwerkes kann den Wert steigern oder senken.
 
Die Künstler reflektieren in ihrer Arbeit die „Geiz-ist-Geil-Mentalität“ einer Kunstmesse und deren Kunden. Bei vielen Besuchern einer solchen Messe steht das eigentliche künstlerische Werk im Hintergrund. Es geht ihnen um eine langfristige und günstige Investition mit hohen Renditen. Die damit verbundene Spekulation wird durch die Möglichkeit der Signierung der Werke dargestellt. Diese Modifikation lässt den Wert des Werks steigen oder fallen. Die Wertveränderung ist ein unvorhersehbares Risiko. Der Spieler weiß erst nachdem er das Werk modifiziert hat, in welche Richtung sich der Wert entwickelt. Eine rote Zahl bedeutet eine Wertminderung, während eine grüne Zahl eine Wertsteigerung bedeutet.
 
 
Konzept & Realisierung:
Jan Cordes
Jens M. Stober

USCO "We are all one" - Vortrag von Gründungsmitglied Gerd Stern

USCO "We are all one" - Medienkunst Kollektiv der 60er & 70er // Vortrag mit Gründer: Gerd Stern am Mittwoch 22.02.2012 um 17 Uhr , Raum 303  HfG Karlsruhe

Wir freuen uns, in Kooperation mit dem ZKM und der HfG am Mittwoch um 17.00 Uhr, Gerd Stern, einen der Gründer von USCO, für einen Gastvortrag bei uns an der HfG begrüßen zu dürfen. Der Vortrag ist offen für alle.

"Gerd Stern, "From Beat Scene Poet to Psychedelic Multimedia Artist in San Francisco and Beyond, 1948-1978," an oral history conducted in 1996 by Victoria Morris Byerly, Regional Oral History Office, The Bancroft Library, University of California, Berkeley, 2001."

Jaroslav Andel - Vortrag über die Occupy Bewegung

Das Postdigital Institut ladet herzlichst ein zu einem Vortrag im Rahmen von "LASN" - Das Labor zur Analyse sozialer Netze. Am 26.01.2011 um 16.00 Uhr hält Jaroslav Andel einen  hoch relevanten Vortrag über die "OCCUPY BEWEGUNG" im Raum 323.

Michael Saup - OPEN RESOURCE

 

Der Medienkünstler Michael Saup hielt vom 23.-25.11.2011 an der HfG einen Wokshop. Wie viel Zucker braucht das Internet? Wie hungrig ist unser liebstes Biest? Information verbraucht große Mengen an Energie. Wie groß diese Menge tatsächlich ist, scheint die einzige unveröffentlichte Information im Internet zu sein. Unser liebstes Kind Google ist beispielsweise in den Markt der Stromerzeuger eingestiegen. Wir befinden uns in einer Zeit des Übergangs, in der mit Elektronen gespeicherte Bits in das durch atomaren Zerfall erzeugte Medium Strahlung übergehen. Die Paradigmen der Informationsgesellschaft wandeln sich – es wird langsam klar, dass wir unbeholfen mit einem großen radioaktiven Pinsel auf die Leinwand der Zeit malen. „Die Schöpfung digitaler Welten durch die Hand des Programmierers hat ihre Grenzen. Denn die immaterielle Kommunikation verbraucht reale fossile Ressourcen. Sind diese verbraucht und wird auf atomare Energie zurückgegriffen, werden atomare Spuren das eigentliche Erbe der nächsten Generationen sein, nicht die kulturellen Artefakte.“ (Margit Rosen 2004).  Der „unsichtbaren“ Energie wurde in diesem Workshop die eine oder andere Form verleihen.

Vortrag und Diskussion mit Mary Flanagan

Mary Flanagan, Medienkünstlerin und Spieleforscherin hielt einen Vortrag Mittwoch, 30. November 2011 im grossen Studio der HfG Karlsruhe. Mit dem Thema "Playful Systems" berichtete Sie über Ihre eigene künstlerische Arbeiten und Ihre Forschungen auf dem Gebiet der Games Studies. Flanagan verbindet in ihren Arbeiten künstlerische Praxis mit kultureller Forschung. Sie schrieb mehr als 20 kritische Essays und Buchkapitel zu digitaler Kunst, Cyberkultur, Computerspielen und verantwortungsvollem Design geschrieben. Mit Ihrem neuesten Buch, "Critical Play" wirft sie einen kulturhistorischen und zugleich künstlerischen Blick auf "Spiele". Dabei spricht sie diesen die Fähigkeit zu, Routine, Gewohnheiten und Normen zu hinterfragen und somit ein breiteres Spektrum der Spielerfahrung und der Gesellschaftsforschung hervorzubringen. Die Veranstaltung wurd per Live-Stream übertragen.

Open Doors - ein Interaktives Kunstprojekt im Stadtraum Karlsruhes

Vom 02. bis 11. September präsentierte die Kunstausstellung interaktive Installationen, Workshops und Performance im Stadtraum Karlsruhes.

Jens Stober, Jan Cordes, Marianne Schmidt und Hedi Haase zeigten Installationen im öffentlichen Raum. Die Konzepte zum Thema "Tür" / "Eingang" oder "Durchgang" wurden im Rahmen des Seminars "LOCKPICKING" unter der Leitung von Prof. Michael Bielicky entwickelt und von der Franz Schneider Brakel GmbH + Co KG gesponsert. Fast vierzig regionale und internationale Künstler bereicherten die Eröffnung und den Abschlussabend mit Beiträgen aus den Bereichen Fotografie, Sound, Performance und Literatur. Der litauische Gastkünstler Julijonas Urbonas zeigte seine Installationen "Sounding Doors" am Hauptbahnhof und derm ZKM und hielt Workshops im Kunstraum Morgenstrasse.

Weiterführende Informationen: Alle Projekte

GO PUBLIC: Nachtwandlung

Das Najadenwäldchen, östlich des Schlossplatzes, wurde am 2 Juli 2011 in einen Kunstpark aus digitalen Medien verwandelt.

Mit Nachtwandlung zeigten dreizehn Studenten die besten Kurzzeitprojekte des vergangenen Jahres. Für eine Nacht entstanden inmitten der Natur eine mediale Kunstlandschaft, welche ein vielfältiges Spektrum an Performance und Installationen bot. Die Philosophie ist die Präsentation von Medienkunst in einer breiten Öffentlichkeit - ausserhalb musealer Ausstellungsflächen und mit interaktiven Optionen. Besucher wurden miteinbezogen und kreierten sogar selbst Werke durch Ausprobieren von Technologien im künstlerischen Kontext und die Verwandlung alltäglicher Orte in klingende, leuchtende und manipulierbare Landschaften. Thematisiert wurde unsere Wahrnehmung des Natürlichen im Digitalen Zeitalter, Aspekte des täglichen Lebens, in denen sich jeder wiederfindet.

11. Gulasch-Programmier-Nacht "Hack ist Kunst und Design"

Ob IKEA Hacks, AdHoc oder Dorinsen, an der Hochschule für Gestaltung Karlsruhe (HfG) kommt man des öfteren mit dem Begriff des „Hacks“ in Berührung. Dabei wird "Hacken" gar nicht so sehr als das Eindringen in Computersysteme verstanden, sondern vielmehr als ein "kreativer und respektloser Umgang mit Technologie".

Der Chaos Computer Club (CCC) Entropia e.V. veranstaltete in Zusammenarbeit mit dem Fachbereich Medienkunst/Postdigitale Narrativität der HfG vom 23. bis 26. Juni 2011 während der 11. Gulasch-Programmier-Nacht (GPN 11) ein Wochenende voll "subversiver" Technik mit Workshops und Vorträgen. Bei der GPN 11 wurden die Schwerpunkte auf Programmieren, Basteln und kreativ Arbeiten gelegt. Neben Projekten, die während der Veranstaltung durchgeführt und angestoßen wurden, wurde vor allem den „Codern“ und Bastlern eine Kommunikationsplattform zum Ideenaustausch geboten. Dass der Fokus auf dem “Coden“ lagt, hieß aber nicht, dass man meisterhaft programmieren können musste: Nur etwa die Hälfte der Veranstaltungen widmete sich dem Programmieren und auch bei diesen war Vorwissen weniger Voraussetzung als Neugier. Die GPN ist schon seit längerem bekannt für ihre außergewöhnliche, relaxte Atmosphäre, ein auf magische Art und Weise funktionierende Selbstorganisation und einen großen Topf voller Gulasch. Daher stammt auch der Name GPN, der soviel bedeutet wie Gulasch-Programmier-Nacht. Internet: https://entropia.de/GPN11

 

Computerspiele, Kunst und Volksverhetzung von Jens Stober

Game On - Programmierung eines Spiels in 48 Stunden von  Matthias Vogt

Gamejam - Einführung in Go von Hauke Löffler

Gulaschbytes - eine Bilderrätselgameshow für Nerds 

Ausstellung neben dem Hackcenter

Invasion der Roboter

Shader Magic 

Weltraumprogrammierspiel - das Multiplayer-Programmierspiel und viele weitere Aufzeichnungen anderer Vorträge und Bilder aus dem Hack-Center auf  http://videolan.org

Talking Doors and Sounding Architectures

Die Kunstausstellung „OPEN DOORS“ zeigte vom 02. bis 11. September 2011 interaktive Installationen im öffentlichen Raum der Stadt Karlsruhe. Neben studentischen Arbeiten aus dem Seminar "Lockpicking - Infoart"  waren zahlreiche Werke internationaler Sound- und Performancekünstler vertreten.
 
 
 
Am 20. Juni 2011  refferierte der litauische Gastkünstlerünstler Julijonas Urbonas an der HfG über seine interaktive und soziokulturelle Installation "Talking Doors"und das begleitende Workshopprogramm "Sounding Architectures". Julijonas Urbonas ist Designer, Künstler, Schriftsteller, Ingenieur und Doktorant am Royal College of Art in London. 2010 wurde „Talking Doors“ mit dem Prix Ars Electronica ausgezeichnet. Für seine Arbeit verwandelt Urbonas Türen in öffentlichen Gebäuden in interaktive Musikinstrumente.

George Legrady - Machine Vision

George Legrady ist Direktor des Experimental Visualization Lab des interdisziplinären Doktorandenprogramms für Medienkunst & Technologie der University of California, Santa Barbara. "Machine Vision: Directions in Computational Photography & Sensing Systems for Arts & Engineering" lautete der Titel seines Vortrages.

Das Labor konzentriert sich auf neue Formen der visuellen Repräsentation im Schnittfeld von Interaktivität und Datenverarbeitung/-visualisierung. Daneben leitet er seit fünf Jahren als Co-Direktor ein IGERT-Programm für interdisziplinäre Multimedia-Forschung der National Science Foundation. Legradys pädagogischer Schwerpunkt liegt in der Integration von künstlerischer Forschung und Content-Entwicklung mit technischen Prozessen zur Ausbildung der Künstler-Techniker und Techniker-Künstler von morgen. Jüngste Forschungsprojekte beschäftigten sich mit der Visualisierung von Daten aus öffentlichen Quellen im Rahmen von interaktiven Großinstallationen in Europa, Nordamerika und Asien. In einer Kooperationsveranstaltung der Staatlichen Hochschule für Gestaltung Karlsruhe  (HfG) Institut für Postdigitale Narrativität bei Prof. Michael Bielicky, des Projektes Imaging Technologies bei Prof.

Internet: http://vislab.mat.ucsb.edu

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