INSTALLATIONEN, WORKSHOPS, KÜNSTLERISCHE FORSCHUNG

Vom 02. bis 11. September präsentierte die Kunstausstellung <OPEN DOORS/> interaktive Installationen, Workshops und Performance  im Stadtraum Karlsruhes.

Jens Stober, Jan Cordes, Marianne Schmidt und Hedi Haase realisierten im vergangenen Jahr Konzepte unter dem Thema "Tür" / "Eingang" oder "Durchgang". Die Ideen wurden im Rahmen des Seminars "LOCKPICKING" unter der Leitung von Prof. Michael Bielicky entwickelt und von der Franz Schneider Brakel GmbH + Co KG gesponsert.

Die weite und vielfältig umgesetze Interpretation des Themas zeigte Werke verscheidener künstlerischer Herangehensweisen.

68 Hedi Haase separiert eine scheinbar willkürlich ausgewählte Fläche auf "öffentlichem Boden". Ein schwarzes Absperrband mit der Aufschrift "bitte nicht betreten"  schränkt scheinbar ohne Grund einen Teil des öffentlichen Raumes ein. Um diese verbotene Zone stehen leere Stüle, arrangiert zu einer Art Zusschauerbereich.

 

 

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69 Marianne Schmidt zeigte die Installationen "actualitas" an der HfG und dem Hauptbahnhof, sowie "storage" im Badischen Landesmuseum.

Zu sehen ist die holografische Lichtprojektion eines schwarzen Loches. Ein "echtes" Schwarzes Loch ist eine solch starke Krümmung der Raumzeit, dass nichts von innerhalb nach außerhalb gelangen kann. Die Grenze dieses Bereichs wird Ereignishorizont genannt – ein Punkt an dem es kein Zurück gibt.

 

70 Von der Keilschrift abgeleitet wurde am Computer eine neue Schrift generiert, welche mit einem USB-Stick in Tontafeln eingeprägt wurde. Diese unterlagen künstlichen Alterunsprozessen. Die hier als Ausgangspunkt dienende sumerische Keilschrift ist die heute älteste bekannte Schrift, bestehend aus strichförmigen Ikons. Durch eine bestimmte Strichkombination ensteht ein Code, welcher einen bestimmten Wert/Begriff symbolisiert. Das Prinzip blieb bis heute unverändert.

 

60 Die Installation „Grenzwert“ von Jens Stober und Jan Cordes besteht aus zwei Türrahmen mit Lichtschranken, welche alle Personen die den Rahmen durchschreiten zählen. Auf jedem Türrahmen befindet sich ein Bildschirm, der verschiedene Symbole/Piktogramme anzeigt. Dise weisen die Personen auf verschiedene Anordnungen und Verbote hin. Die gesammelten Daten werden auf einer Internetseite als Statistik ausgegeben.

61 Fast vierzig Gastkünstler bereicherten die Eröffnung und den Abschlussabend mit Beiträgen aus den Bereichen Fotografie, Sound, Performance und Literatur. Jens Barth zeigte zur Eröffnung eine Tür-Projektion auf dem Werderplatz. Der litauische Gastkünstler Julijonas Urbonas präsentierte seine Installationen "Sounding Doors" am Hauptbahnhof und dem ZKM. Diese gewannen 2010 den Prix Ars Electronica.  Ein Workshopprogramm ergänzte seinen Besuch. Silke Scheuermann verfasste eigens für die Veranstaltungsreihe mehrere literarische Aufsätze, welche sie zur Vernissage dem Publikum vorstellte. Das französische Künstlerkollektiv RYBN bereicherte den Abend mit elektronischen Klängen. Rybn ist ein seit 2001 in Paris und Berlin arbeitendes autonomes Kollektiv. In Zusammenarbeit mit ExpertInnen aus verschiedenen Feldern, spezialisieren sie sich auf interaktive & Netzwerk-Installationen, Performances und Interfaces. 

Weitere Bilder : http://www.opendoors-ka.de/galerie.html

Offizielle Webseite:  www.opendoors-ka.de

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